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Atomausstieg: Dena warnt vor Engpässen bei der Stromversorgung
Atomausstieg: Dena warnt vor Engpässen bei der Stromversorgung09.05.2011, 13:13 Uhr
Die renommierte Deutsche Energie-Agentur (Dena) warnt vor möglichen Engpässen bei der Abschaltung weiterer Kraftwerke. Zudem sei der Bau neuer konventioneller Kraftwerke unumgänglich.Neue Kohlekraftwerke müssen gebaut werdenDie Dena hat als halbstaatliche Energieagentur einen besonderen Ruf bei Fachleuten. Daher dürfte ihre Mahnung bezüglich des Atomausstiegs auch nicht einfach als Lobbyisten-Schwarzmalerei abgetan werden. In der ARD erklärte der Chef der Dena, Stephan Kohler, dass die Energie aus Strom und Wind nicht immer ausreichend verfügbar sei. Daher sei angesichts des geplanten Atomausstiegs der Neubau von Gas- und Steinkohlekraftwerken unumgänglich. Man gehe dabei von einer Kapazität von 10.000 bis 12.000 Megawatt Strom aus, die von diesen Kraftwerken erzeugt werden müssten. Auch andere Experten haben sich entsprechend geäußert. Solange die Speicherung von Strom aus Wind- und Sonnenenergie nicht hinreichend möglich ist, sind diese Kraftwerke aufgrund ihrer Abhängigkeit von den Witterungsbedingungen nicht grundlastfähig, können also nicht kurzfristig auf Schwankungen beim Strombedarf reagieren.
Merkel berät über künftige Energiepolitik
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will am Montag mit den Fraktionschefs im Bundestag über die künftige Energiepolitik sprechen. Geplant ist der Beschluss zur Energiewende durch das Kabinett für den 6. Juni. In diesen Zeitraum fällt auch das Ende des sogenannten Atom-Moratoriums, das nach dem Atomunfall in Fukushima (Japan) von der Regierung verhängt wurde. Die ältesten Atomkraftwerke in Deutschland mussten daraufhin abgeschaltet werden und sollen nach Ansicht der meisten Fachleute auch nicht mehr ans Netz gehen. Auch die Bundesnetzagentur warnte Medienberichten zufolge inzwischen vor der Abschaltung weiterer Kraftwerke. Ohne eine weitgehende Kompensation könne die Abschaltung zusätzlicher Atomkraftwerke dazu führen, dass die Stromversorgung Deutschlands nicht mehr vollständig gewährleistet werden könne.
