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Merkel hält höhere Strompreise für vertretbar

Merkel hält höhere Strompreise für vertretbar11.05.2011, 13:32 Uhr

Die Energiewende wird Geld kosten, soviel ist klar. Bundeskanzlerin Merkel will steigende Strompreise notfalls in Kauf nehmen, um den Atomausstieg wie geplant durchzuführenEnergiewende wird Strompreise beeinflussen
Die Finanzierung der Energiewende wird die Bürger Geld kosten. Ob dies über zusätzliche Abgaben, eine höhere Staatsverschuldung oder direkt über die Strompreise geschieht, ist dabei eher zweitrangig. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nun der Wochenzeitung „Die Zeit“ gegenüber erklärt, dass sie höhere Strompreise notfalls in Kauf nehmen würde. Außerdem erläuterte sie, warum der Ausbau der Stromnetze und die Errichtung neuer Windkraftanlagen zwingend notwendig seien. Demnach führe ein schnellerer Atomausstieg dazu, dass der Energiebedarf anderweitig gedeckt werden müsse. Eine stärkere Stromerzeugung durch fossile Brennstoffe wie Kohle führe aber zu einem erhöhten Kohlendioxidausstoß, der durch den Ausbau erneuerbarer Energien auf der anderen Seite wieder ausgeglichen werden müsse. Die Bürger würden bald über die finanziellen Auswirkungen der Energiewende informiert, so die Kanzlerin weiter. Dabei müssten höhere Strompreise aber auch in Erwägung gezogen werden.

Schwanken Strompreise bald wie der Ölpreis?
So wie beim Ölpreis werde es auch Schwankungen bei den Strompreisen geben, weswegen die Menschen sich darauf einstellen müssten, sagte Merkel. Befürchtungen, dass der rapide Ausbau der erneuerbaren Energien mit neuen Stromtrassen und Windrädern die Landschaft verschandeln könnte, trat sie ebenfalls entgegen. Sie könne sich beispielsweise vorstellen, Stromleitungen entlang der Autobahnen zu verlegen oder das Bahnnetz einzubeziehen. In jedem Falle werde Deutschland durch den Ausbau der erneuerbaren Energien nicht weniger schön. Dennoch werde es Orte geben, an denen plötzlich Stromleitungen aufgestellt würden, wo es vorher keine gab. Doch solche Dinge habe es in der Geschichte schon öfter gegeben, betonte Merkel.



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