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Stromanbieter TelDaFax: Verbraucherzentrale stellt Musterbrief zur Verfügung
Stromanbieter TelDaFax: Verbraucherzentrale stellt Musterbrief zur Verfügung12.05.2011, 13:59 Uhr
Tausende von Kunden sind verunsichert oder gar betroffen von den Vorgängen um den ins Trudeln geratenen Energieversorger. Für eine korrekte Kündigung stellen Verbraucherschützer nun ein Musterschreiben zur Verfügung.Spirale beim Stromanbieter dreht sich weiter abwärtsDie Negativschlagzeilen über den Stromanbieter TelDaFax haben in den vergangenen Monaten immer weiter zugenommen. Zwar versucht der Versorger verzweifelt, mit neuen Investoren und neuer Firmenleitung das Steuer herumzureißen, doch ist kaum mehr zu leugnen, dass es massive Finanzprobleme bei dem Troisdorfer Unternehmen gibt. Sichtbarer Ausdruck dafür sind die zahlreichen Kündigungen der Rahmenlieferverträge durch Netzbetreiber, die damit auf nicht bezahlte Rechnungen reagieren. Die betroffenen TelDaFax-Kunden können somit nicht mehr von ihrem Stromanbieter beliefert werden und fallen automatisch in die (teure) Grundversorgung. Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass dadurch der Vertrag mit TelDaFax nicht automatisch enden müsse. Um besorgten Kunden Hilfestellung zu geben, hat die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz nun einen Musterbrief für die eventuelle Kündigung erstellt, der kostenlos im Internet heruntergeladen werden kann.
Stromanbieter bei Lieferproblemen richtig kündigen
Wer in die Grundversorgung gefallen sei, könne entweder dort verbleiben oder sich einen völlig anderen Stromanbieter suchen, so die Verbraucherschützer. Doch eine gesonderte Kündigung bei TelDaFax sei in jedem Fall zu empfehlen. Habe das Unternehmen dann binnen sechs Wochen keine Schlussabrechnung erstellt und eventuelle Guthaben aus Vorauskasse erstattet, solle man ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten, so der Rat der Mainzer Verbraucherzentrale. TelDaFax hatte über Tarife mit Vorauskasse sehr günstige Strompreise angeboten, die aber offenbar die laufenden Kosten nicht decken konnten. Sollte das Unternehmen Insolvenz anmelden, könnten Kunden möglicherweise auf den Kosten sitzenbleiben und müssen dennoch den neuen Stromanbieter bezahlen.
