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SPD-Chef Gabriel hält AKW-Sicherheitstests für nicht aussagekräftig
SPD-Chef Gabriel hält AKW-Sicherheitstests für nicht aussagekräftig17.05.2011, 10:56 Uhr
Am heutigen Dienstag will Bundesumweltminister Röttgen (CDU) die Ergebnisse der Sicherheitsüberprüfungen aller deutschen Atomkraftwerke vorstellen. Für SPD-Chef Gabriel ist das Ergebnis schon jetzt nicht ausreichend.Röttgen legt heute Ergebnisse der Sicherheitstests vorNach dem Atomunfall in Fukushima (Japan) hatte die Bundesregierung verkündet, eine umgehende Energiewende einleiten zu wollen. Im Rahmen eines dreimonatigen Moratoriums der Laufzeitverlängerung sollten alle Atomkraftwerke in Deutschland von einer eigens berufenen Reaktorsicherheitskommission auf ihre Sicherheit hin überprüft werden. Die Ergebnisse des Sicherheitstests liegen einen Monat vor Ablauf des Moratoriums nun vor und sollen von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) heute der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Unter anderem wurden die 17 deutschen AKW auch hinsichtlich ihres Schutzes vor Terroranschlägen überprüft.
Gabriel: Atomkraftwerke müssen gründlicher überprüft werden
SPD-Chef Sigmar Gabriel hat im Morgenmagazin von ARD und ZDF die nun durchgeführten Tests der Atomkraftwerke als nicht aussagekräftig bezeichnet. Acht Wochen seien für eine solche umfassende Überprüfung einfach nicht genug, so der Politiker. Zudem hätten die Tests nicht nach den modernsten Gesichtspunkten stattgefunden. Um ein Kraftwerk wirklich zu überprüfen, seien zwischen ein und eineinhalb Jahren erforderlich, meinte Gabriel weiter. Es werde auf Basis eines 30 Jahre alten Sicherheitskatalogs geprüft. Die Bundesregierung traue sich nicht, moderne Sicherheitsstandards anzulegen. Der SPD-Chef bezeichnete dies als unverantwortlich.
