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Kein deutsches Atomkraftwerk gegen schwere Flugzeugabstürze gesichert
Kein deutsches Atomkraftwerk gegen schwere Flugzeugabstürze gesichert17.05.2011, 15:02 Uhr
Eine der wichtigsten Fragen bei der Sicherheit der Atomkraftwerke ist der Schutz gegen Flugzeuge. Nach der Untersuchung der Reaktorsicherheitskommission ist offenbar keines der 17 AKW ausreichend gesichert.Kommission empfiehlt keine Stilllegung von AKWAm Mittag stellte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) die Resultate des Abschlussberichts vor, den die Reaktorsicherheitskommission in den vergangenen acht Wochen erstellt hat. Gegenstand der Untersuchung waren die Sicherheitskriterien nach dem Atomunfall in Fukushima. Neben anderen Faktoren wie Erdbeben und Hochwasser spielte der Schutz vor Flugzeugabstürzen eine große Rolle, da diese im Rahmen von Terroranschlägen mittlerweile von den meisten Experten nicht mehr als zu vernachlässigendes Risiko angesehen werden. Nach dem Urteil der Kommission ist derzeit keines der 17 deutschen Atomkraftwerke ausreichend gegen schwere Flugzeugabstürze geschützt. Dennoch empfehlen die Sachverständigen der Bundesregierung nicht, die deutschen AKW aus Sicherheitsgründen vom Netz zu nehmen.
Röttgen sieht die vier ältesten Atomkraftwerke vor dem Aus
Umweltminister Röttgen deutete indessen allerdings an, dass dieses Ergebnis das Aus für die vier ältesten deutschen Atomkraftwerke bedeuten könne. Der Bericht der Reaktorsicherheitskommission habe unterschiedliche Grade der Sicherung gegen Flugzeuge festgestellt, die zwischen leichten Flugzeugen bis zur Größe eines Starfighters, größeren Kampfjets sowie mittleren Verkehrsmaschinen unterscheiden. Demnach weisen die Atomkraftwerke Biblis A und B, Brunsbüttel und Philippsburg keinerlei baulichen Schutz gegen Flugzeuge auf. Laut Röttgen ergebe sich aus den unterschiedlichen Schutzgraden ein Kategorienunterschied, der eine Rolle hinsichtlich der Entscheidung über die Reihenfolge spiele, in der die einzelnen Atomkraftwerke vom Netz genommen werden sollen.
