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Strompreise könnten durch Atomausstieg sogar sinken
Strompreise könnten durch Atomausstieg sogar sinken18.05.2011, 12:53 Uhr
Nach Ansicht des Bundes der Energieverbraucher könnten die Strompreise durch den Atomausstieg langfristig sogar deutlich sinken, weil die Marktmacht der großen Energiekonzerne gebrochen und der Wettbewerb befördert würde.Große Stromanbieter verlieren VormachtstellungIn einem Gespräch mit dem Deutschlandradio Kultur erklärte der Chef des Verbandes, Aribert Peters, dass seiner Einschätzung zufolge die Strompreise bei einem Atomausstieg auf lange Sicht nicht steigen, sondern sinken würden. Den Preisanstieg der vergangenen Jahre führte Peters auf die gestiegenen Gewinne der Stromanbieter bei der Erzeugung zurück. Besonders die vier großen Energiekonzerne hätten dabei von den wirtschaftlichen Vorteilen der Kernenergie profitiert. Bei einer Energiewende würden E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW aber ihre Vormachtstellung am Energiemarkt nicht mehr halten können, so Peters weiter.
Strompreise senken durch Stromanbieterwechsel
Mehr Wettbewerb, der sich aus dem Atomausstieg ergebe, zwinge die Stromanbieter auch zu einer offensiven Preisstrategie, was den Verbrauchern langfristig durch niedrigere Strompreise zugute käme. Nach einer ersten Phase, in der die Tarife steigen würden, könnte die Energiewende die Stromkosten langfristig senken. Die Prognosen über stark steigende Energiekosten betrachtet der Verband offenbar nur als Panikmache der großen Stromanbieter, die auf diese Weise den Verbraucher als Geisel nehmen wollten. Peters forderte die Verbraucher dazu auf, die Energiewende aktiv zu unterstützen und den Stromanbieter zu wechseln. Je mehr Verbraucher einen Wechsel durchführten, desto eher könnten die Strompreise sinken, weil der Wettbewerb zunehme, so seine Einschätzung.
