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Stresstests für Atomkraftwerke: EU ringt um Einigung
Stresstests für Atomkraftwerke: EU ringt um Einigung19.05.2011, 13:31 Uhr
Eigentlich sollten die Kriterien für die geplanten Stresstests der europäischen AKW bereits vergangene Woche von der EU festgelegt werden. Heute gibt es einen weiteren Versuch.Briten und Franzosen gegen strengere StresstestsNachdem das Treffen der EU zum Thema Stresstests in Brüssel vergangene Woche ohne Einigung verlaufen war, herrschte zunächst Ratlosigkeit. Besonders Großbritannien und Frankreich, die in Europa die meisten Atomkraftwerke betreiben, haben sich gegen die strengeren Stresstests gewehrt, die auch EU-Energiekommissar Günther Oettinger durchsetzen möchte. Der Streit geht darum, ob neben den Risiken durch Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Flutwellen auch vom Menschen geschaffene Risiken wie Terroranschläge oder das Versagen von Bedienpersonal mit in die Überprüfung der Atomkraftwerke einfließen sollen oder nicht.
Deutschland unterstützt Oettinger bei Kriterien
In Prag treffen sich daher heute Oettinger und die Gruppe der Europäischen Nuklear-Aufsichtsbehörden, um eine Lösung für die Kriterien der AKW-Stresstests zu erzielen. Es geht insgesamt um mehr als 140 Reaktoren in der EU, die unter die Lupe genommen werden sollen. Oettinger erhält als Energiekommissar dabei Schützenhilfe sowohl von Österreich als auch von Deutschland. Beide Länder fordern schärfere Kriterien für die Stresstests, die im Angesicht der Katastrophe von Fukushima beschlossen worden waren. Völlig ungeklärt ist übrigens noch immer, welche Folgen es hätte, wenn ein AKW den Stresstest nicht besteht, denn die EU hat keine direkte Weisungsbefugnis bezüglich der Atompolitik eines Landes. Kritiker sehen die Maßnahme daher als relativ nutzlos an.
