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CSU diskutiert über Atomausstieg
CSU diskutiert über Atomausstieg20.05.2011, 15:48 Uhr
Nicht jeder in der CSU ist glücklich über die Kehrtwende von Parteichef Horst Seehofer. Nach der Katastrophe in Japan war die Laufzeitverlängerung plötzlich vom Tisch, die noch im Herbst von Seehofer unterstützt wurde. Ein Treffen der Parteispitze soll zur Klärung beitragen.Atomausstieg in CSU nicht unumstrittenIm beschaulichen Kloster Andechs trifft sich am Freitag die CSU-Spitze, um über das Energiekonzept zu beraten, das dem bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer vorschwebt. Dabei wird der Politiker sicher auf größere Widerstände treffen. Noch im vergangenen Jahr war die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke ein fester Bestandteil der CSU-Politik gewesen. Doch mit Fukushima wurde alles anders: Seehofer machte sich sogar zeitweise zum Wortführer derjenigen, die einen Atomausstieg als Konsequenz aus dem Unfall in Japan forderten. Dass dies nicht allen konservativen Kollegen in der Partei gefällt, dürfte ihn dabei nicht überrascht haben.
Merkel soll Seehofer unterstützen
Das nun vorliegende Energiekonzept der CSU sieht einen Atomausstieg bis zum Jahr 2022 vor, wobei dieses Jahr als spätester Termin genannt wird. Die Gegner einer schnellen Energiewende werden auf der Klausurtagung ebenso ihre Standpunkte darlegen wie die Befürworter des Atomausstiegs. Schützenhilfe für Parteichef Seehofer soll Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) leisten, die am Samstag vor Ort erwartet wird. Sie ist außerdem Vorsitzende der Schwesterpartei.
