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Siemens kündigt eigenen Atomausstieg an

Siemens kündigt eigenen Atomausstieg an23.05.2011, 12:22 Uhr

Der Ausstieg aus der Kooperation mit dem französischen Atomkonzern Areva hat für Siemens ein teures Nachspiel. Auch deswegen will der Industrieriese sich nun aus dem Nukleargeschäft zurückziehen.Atomausstieg Folge des Streits mit Areva?
Vor rund zehn Jahren war Siemens mit dem französischen Stromkonzern Areva eine Kooperation zum Bau von Atomkraftwerken eingegangen, die im Jahr 2009 einseitig vom deutschen Industriekonzern beendet wurde. Danach war die Beziehung der beiden Unternehmen nicht mehr sehr freundlich und endete nun endgültig mit dem „Schuldspruch“ eines Schiedsgerichts, demzufolge Siemens 648 Millionen Euro zuzüglich Zinsen zahlen muss. Nach dieser Entscheidung hatte der Konzern angekündigt, das gesamte Geschäftsfeld der Atomenergie auf den Prüfstand zu stellen. Mit dem russischen Staatskonzern Rosatom, mit dem nach dem Ausstieg bei Areva kooperiert werden sollte, werde nun erörtert, ob ein weiteres Engagement wirtschaftlich überhaupt Sinn mache, so die Ankündigung.

Siemens kann durch Atomausstieg grünes Image ausbauen
Diese Erörterung scheint relativ rasch erfolgt zu sein, denn bereits am heutigen Montag berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Konzernkreise, dass Siemens seinen eigenen Atomausstieg vollziehen werde. Die Entscheidung werde unter Berücksichtigung des weltweiten Marktumfelds sowie der Auswirkungen der Atomkatastrophe von Japan getroffen, so die Zeitung. Damit erweitert Siemens den Umwelt-Anteil seines Portfolios offenbar erneut. Schon vor dem Atomausstieg betrug dieser Anteil etwa ein Drittel des Gesamtumfangs. Analysten sehen hierin eine Chance, dass Siemens sein grünes Image deutlich ausbauen kann.



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