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BDI: Änderung der CO2-Ziele ohne Atomkraftwerke notwendig
BDI: Änderung der CO2-Ziele ohne Atomkraftwerke notwendig23.05.2011, 22:03 Uhr
Die gegenwärtigen Ziele beim CO2-Ausstoß sind nach Ansicht des BDI nicht zu halten, wenn die Atomkraftwerke in Deutschland abgeschaltet werden.Klimaziele müssen bei Atomausstieg modifiziert werdenGrundsätzlich will die deutsche Industrie den Atomausstieg der Bundesregierung mittragen, so der Chef des BDI (Bundesverband der Deutschen Industrie), Hans-Peter Keitel. Dies sagte er der Zeitung Tagesspiegel am Wochenende und fügte hinzu, dass mit dem Aus für die AKW auch die Klimaziele neu definiert werden müssten. Ein Abrücken der CO2-Einsparungen sei demzufolge notwendig, so Keitel. Er äußerte die Befürchtung, dass die Kosten für die Wirtschaft und Industrie exponentiell steigen würden, falls Deutschland an den bisherigen Klimazielen festhalte. Die Alternative liege in der Anpassung der Ziele.
Atomausstieg erhöht Bedarf an Kohle und Gas
Keitel erläuterte seine Forderung und begründete sie mit der Tatsache, das bei einem vorgezogenen Atomausstieg die Erzeugung von Strom aus Kohle- und Gaskraftwerken verstärkt werden müsse. Daraus folge zumindest auf absehbare Zeit auch ein höherer Ausstoß an Kohlendioxid, dem durch eine Anpassung der Klimaziele Rechnung getragen werden müsse. Derzeit sehen die Ziele der Bundesregierung vor, den CO2-Ausstoß drastisch zu reduzieren. CO2-intensive Prozesse können durch den Handel mit Zertifikaten entsprechend gesäubert werden, verteuern sich dadurch allerdings. Gleiches gilt für die Stromerzeugung. Entfällt mehr CO2 auf die Energieerzeugung, würde für die Einhaltung der restlichen Klimaziele mehr Geld für den Zukauf von Zertifikaten aufgewendet werden müssen, so die Befürchtung der Industrie.
