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Fukushima: Stromanbieter räumt Kernschmelze in drei Reaktoren ein
Fukushima: Stromanbieter räumt Kernschmelze in drei Reaktoren ein24.05.2011, 13:30 Uhr
Was viele Experten und Bürger schon länger befürchtet hatten, wurde nun seitens des Kraftwerksbetreibers Tepco bestätigt: Eine Kernschmelze hat es vermutlich in drei Reaktoren des AKW Fukushima gegeben.Stromanbieter: Reaktoren trotz Kernschmelze derzeit stabilZunächst hatte es nach der Katastrophe vom 11. März immer geheißen, dass eine Kernschmelze drohe oder zumindest wahrscheinlich sei, doch eine wirkliche Bestätigung gab es von offizieller Seite nicht. Nun räumte der Stromanbieter Tepco ein, dass die Brennstäbe im Reaktor 1 des Atomkraftwerks von Fukushima vermutlich schon kurz nach dem Erdbeben und dem Tsunami in eine Kernschmelze übergegangen seien und sich gegebenenfalls bereits teilweise verflüssigt haben könnten. Auch in den Reaktoren 2 und 3 sei eine Kernschmelze sehr wahrscheinlich. Ein Unternehmenssprecher gab diese Informationen während der Veröffentlichung neuer Messwerte bekannt. Die drei Reaktoren seien aber stabil und würden weiterhin gekühlt, so der Stromanbieter weiter.
UN-Experte: Fukushima ist noch immer ein Notfall
Wolfgang Weiss, Vorsitzender des UN-Komitees zu den Effekten atomarer Strahlung (UNSCEAR) in Wien, hält die Gefahr im japanischen Atomkraftwerk aber noch lange nicht für gebannt. Seiner Einschätzung nach ist die Notfallsituation noch nicht vorbei. Man könne zwar die bisher ausgetretene Radioaktivität in den Griff bekommen, doch wisse man nicht, was sonst noch komme. Die einzig gute Nachricht sei, dass die Restwärme weiter absinke und mit jedem weiteren Tag die kurzlebigen Radionuklide zerfallen würden, sagte Weiss.
