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CSU und FDP in Bayern uneinig über Energiekonzept
CSU und FDP in Bayern uneinig über Energiekonzept24.05.2011, 21:39 Uhr
Über die Details des neuen Energiekonzepts der bayerischen Staatsregierung ist sich die Koalition aus CSU und FDP noch nicht ganz einig. Eine angesetzte Pressekonferenz wurde kurzfristig verschoben. Probleme gibt es offenbar bei der Festlegung auf ein Datum für den Atomausstieg.CSU möchte Atomausstieg bis zum Jahre 2022Am Wochenende hatte die CSU sich in einer Klausurtagung parteiintern auf einen Atomausstieg bis zum Jahr 2022 geeinigt. Zuvor hatte es auch hier Diskussionen über den genauen Zeitpunkt gegeben. Besonders der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer hatte sich an die Spitze derjenigen gestellt, die den Atomausstieg möglichst rasch durchführen möchten. Weil die CSU aber noch vor wenigen Monaten die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke befürwortet hatte, bekamen viele Parteikollegen von Seehofer Bauchschmerzen bei diesem Fahrplan. Heute sollte nun das bayerische Kabinett in München das neue Energiekonzept beschließen, das den Ausbau der erneuerbaren Energien im Freistaat regeln soll.
Bayerisches Energiekonzept sieht 50% Ökostrom bis 2020 vor
Das Energiekonzept sieht vor, dass der Anteil von Ökostrom in Bayern bis zum Jahr 2020 auf 50 Prozent erhöht werden soll. Damit wäre er in etwa so groß wie der Anteil von Atomstrom heute. Über diesen Teil des Fahrplans herrscht zwischen den Koalitionspartnern FDP und CSU Einigkeit. Uneins sind die Parteien sich allerdings noch in der Frage, wann das letzte Atomkraftwerk abgeschaltet werden soll. Die FDP hält das von der CSU favorisierte Datum 2022 für nicht realistisch und möchte einen Zeitrahmen bis zum Jahr 2025 anpeilen.
