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EU einigt sich über Stresstests für Atomkraftwerke
EU einigt sich über Stresstests für Atomkraftwerke25.05.2011, 18:09 Uhr
Nach wochenlangen Diskussionen hat die EU nun einen Kompromiss bei den Kriterien für die Stresstests erzielt. Terrorgefahren sind demnach nicht mehr Bestandteil der Überprüfungen.Terroranschläge kein Bestandteil der StressstestsBesonders England und Frankreich hatten sich als größte Betreiberländer von Atomkraftwerken gegen die ursprünglichen Kriterien für die Stresstests gewehrt. Sie wollten lediglich Risiken untersuchen, die auf Naturkatastrophen wie Flutwellen oder Erdbeben zurückzuführen seien. Nicht unter die Prüfung fallen sollten menschliches Fehlverhalten oder gezielte Anschläge auf Atomkraftwerke. Am Dienstag einigten sich die Vertreter der EU-Länder laut Energiekommissar Günther Oettinger nun auf einen Kompromiss. Die Stresstests werden sowohl naturgegebene Risiken abdecken als auch menschliches Fehlverhalten, welches zu Unfällen führen könnte. Nicht unter die Prüfkriterien fallen soll jedoch die Bedrohung durch Terroristen.
Separate Arbeitsgruppe soll Atomkraftwerke auf Terrorgefahren prüfen
Die Gefahr von Terroranschlägen soll EU-Diplomaten zufolge von einer Arbeitsgruppe untersucht werden. Diese soll sich aus Experten zusammensetzen, die sowohl aus den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union als auch direkt aus der EU-Kommission berufen werden sollen. Greenpeace kritisierte den Kompromiss inzwischen. Deren Sprecher Hans Smital erwartet nicht allzu viel von einer solchen Arbeitsgruppe. Seiner Ansicht nach habe Oettinger diese Angelegenheit zu sehr aus der Hand gegeben. Die Stresstests der insgesamt etwa 140 Atomreaktoren sollen EU-Angaben zufolge bereits im Juni starten. Diese Überprüfung war angesichts der Katastrophe von Fukushima von den EU-Regierungen beschlossen worden.
