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G8-Gipfel: Merkel fordert weltweite Überprüfung der Atomkraftwerke
G8-Gipfel: Merkel fordert weltweite Überprüfung der Atomkraftwerke26.05.2011, 12:56 Uhr
Vor dem Gipfel der wichtigsten westlichen Industrienationen und Russlands (G8) hat die deutsche Regierungschefin eine weltweite Überprüfung der Sicherheitsstandards in Atomkraftwerken gefordert.Merkel: Fukushima bedeutet Einschnitt von globaler TragweiteIn Kürze beginnt im französischen Deauville der G8-Gipfel. Dass das Atomunglück von Fukushima und seine Auswirkungen dabei eine Rolle spielen würden, war zu erwarten. Bundeskanzlerin Merkel (CDU) forderte die übrigen Teilnehmer des Gipfels im Vorfeld dazu auf, die Sicherheitsstandards bei der Nutzung von Kernenergie auf internationaler Ebene auf den Prüfstand zu stellen. Die Katastrophe in Japan bedeute einen Einschnitt von globaler Tragweite, so Merkel in ihrer Regierungserklärung vor dem Deutschen Bundestag. Dabei erklärte sie, dass sie sich für höchste Standards auf dem G8-Gipfel einsetzen werde. Die Nuklearsicherheit steht auch als wichtiger Punkt auf der Tagesordnung des Treffens in Deauville.
Atomkraftwerke in Europa werden überprüft
Erst vorgestern hatten sich die EU-Staaten auf gemeinsame Kriterien für einen Stresstest der europäischen Atomkraftwerke geeinigt. Diese fallen allerdings aufgrund der Bedenken von osteuropäischen Staaten sowie auf Druck von England und Frankreich weniger streng aus als von Energiekommissar Oettinger geplant. Die Gefahren durch Terroranschläge sollen nicht im Rahmen der Stresstests, sondern von einer gesonderten Arbeitsgruppe bewertet werden. Deutschland hat bereits seine Atomkraftwerke von der Reaktorsicherheitskommission umfassend auf Risiken aller Art überprüfen lassen. Die Ergebnisse sollen in die Entscheidung über die Energiewende im Juni einfließen.
