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Röttgen hält angeblich Studie zum Atomausstieg zurück
Röttgen hält angeblich Studie zum Atomausstieg zurück26.05.2011, 14:52 Uhr
Eine Studie des Umweltbundesamtes, derzufolge der Atomausstieg keine gravierenden Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit oder Strompreise hätte, wird vom Umweltministerium offenbar noch zurückgehalten.UBA: Keine extremen Strompreise bei Atomausstieg bis 2017Verschiedene Medien berichteten am Donnerstag unter Berufung auf einen Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa), dass das Bundesumweltministerium unter der Führung von Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA) über einen relativ problemlosen Atomausstieg zurückhält. Demnach sei eine Abschaltung aller Atomkraftwerke in Deutschland bis zum Jahr 2017 möglich, ohne dabei auf technische oder wirtschaftliche Probleme zu stoßen. Weder die Versorgungssicherheit noch die Strompreise würden dabei über Gebühr belastet, so die Studie. Röttgen selbst hat sich bislang noch nicht darüber geäußert, welchen Zeitrahmen er für den Atomausstieg für angemessen erachtet. In der CDU/CSU sind verschiedene Fahrpläne im Umlauf, von denen die meisten auf einen Ausstieg aus der Atomenergie bis zum Jahr 2020 setzen.
Studie über Atomausstieg war schon für April vorgesehen
Im Umweltbundesamt sind noch immer viele Experten beschäftigt, die seinerzeit von der rot-grünen Regierung berufen wurden. Daher wird spekuliert, ob mit der Studie Druck auf die jetzige Bundesregierung ausgeübt werden soll. Die Studie war ursprünglich bereits für April angekündigt worden. Damals hatte bereits der Chef des UBA Flasbarth davon gesprochen, dass ein Atomausstieg problemlos bis 2017 möglich sei. Die Grünen forderten unterdessen eine sofortige Freigabe der Studie. Sie sei ein wichtiger Diskussionsbeitrag und dürfe nicht unter dem Tisch gehalten werden, so Fraktionsvize Bärbel Höhn.
