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Schweiz plant eigenen Atomausstieg auf lange Sicht
Schweiz plant eigenen Atomausstieg auf lange Sicht26.05.2011, 20:07 Uhr
Auch in unserem Nachbarland denkt man über einen Atomausstieg nach. Allerdings wird dieser mehr Zeit in Anspruch nehmen als in Deutschland. Bis zum Jahr 2034 könnten den derzeitigen Plänen zufolge die letzten Atomreaktoren in der Schweiz laufen.Atomkraftwerke in der Schweiz werden nicht ersetztRund 40 Prozent des Stroms der Eidgenossen kommt aus insgesamt fünf Atomkraftwerken. Ein Atomausstieg wird in der Schweiz nach der Kernschmelze im japanischen Fukushima zwar angestrebt, der Fahrplan jedoch wird deutlich gemächlicher sein als in Deutschland. Einen schrittweisen Atomausstieg hat die Schweizer Regierung nun beschlossen. Dabei setzt sie auf einen Mix aus zahlreichen Maßnahmen. Festgelegt wurde, dass die existierenden Atomkraftwerke nach Ablauf ihrer normalen Betriebszeit nicht mehr durch neue Kernkraftwerke ersetzt werden sollen. Damit würden die Reaktoren zwischen 2019 und 2034 schrittweise vom Netz gehen.
Stromsparen für Schweizer in Zukunft wichtiger
Zu den weiteren Maßnahmen der Schweizer Regierung zählen Anstrengungen beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Außerdem wird die Durchführung einer ökologischen Steuerreform geprüft. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Ausstiegsstrategie ist demnach auch das Stromsparen. Die Nachfrage nach Strom steigt Prognosen zufolge bis zum Jahr 2050 auf rund 90 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr. Im Jahr 2010 betrug dieser Bedarf noch 60 Milliarden kWh. Um den Atomausstieg zu realisieren, sollten die Schweizer nach dem Willen ihrer Regierung noch viel mehr zum Energiesparen beitragen als bisher.
