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Kein Atomausstieg: G8 beschließen lediglich Checks ihrer Atomkraftwerke
Kein Atomausstieg: G8 beschließen lediglich Checks ihrer Atomkraftwerke27.05.2011, 12:01 Uhr
Dem Beispiel Deutschlands, eine Energiewende einzuleiten, wollen offenbar keine weiteren Staaten der G8 folgen. Doch die Aufforderung von Bundeskanzlerin Merkel (CDU), alle AKW einer Sicherheitsüberprüfung zu unterziehen, stieß auf Interesse bei den Partnern.G8-Staaten wollen keinen AtomausstiegAus Regierungskreisen in Frankreich und England verlautete bereits kurz nach der Aufforderung von Merkel, die Atompolitik in der ganzen Welt auf den Prüfstand zu stellen, dass es zur Kernenergie für sie derzeit keine Alternative gebe. Einen Atomausstieg wie in Deutschland werde es daher auf absehbare Zeit nicht geben. Allerdings zeigte man unter den G8-Staaten Bereitschaft zur Überprüfung der Atomkraftwerke. Als Basis dafür sollen die Kriterien für die Stresstests dienen, auf die sich die EU vor einigen Tagen geeinigt hatte.
Merkel sieht Überprüfungen der Atomkraftwerke als Erfolg
Bundeskanzlerin Merkel bezeichnete dieses Ergebnis als einen Erfolg und einen deutlichen Fortschtitt gegenüber der Situation heute. Dies teilte sie am Rande des G8-Gipfels im französischen Deauville mit. Merkel hatte gestern im Bundestag eine Regierungserklärung abgegeben, in der sie alle Staaten weltweit dazu aufforderte, die Konsequenzen aus der Atomkatastrophe von Fukushima zu ziehen. Deutschland hatte kurz nach dem Erdbeben in Japan eine Energiewende verkündet. Die Bundesregierung will in den kommenden Wochen über einen detaillierten Zeitplan für den Atomausstieg entscheiden.
