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Stromanbieter EnBW bekommt neuen Aufsichtsrat
Stromanbieter EnBW bekommt neuen Aufsichtsrat27.05.2011, 17:45 Uhr
Die neue Koalition aus Grünen und SPD in Baden-Württemberg hat die ersten Änderungen im Aufsichtsrat des Energiekonzerns EnBW beschlossen und leitet damit eine neue Ära der Firmenpolitik ein.Stromanbieter steht vor UmbruchGegen Ende des Jahres 2010 hatte der damalige CDU-Ministerpräsident Stefan Mappus das Land Baden-Württemberg in eine Übernahme von EnBW gesteuert. Ein Erbe, mit dem die neue Landesregierung unter Führung des ersten grünen Ministerpräsidenten Deutschlands nun zurechtkommen muss. Insbesondere nach der Atomkatastrophe von Fukushima wird allgemein eine Neuausrichtung beim Stromanbieter erwartet. Einen ersten Schritt dorthin hat die grün-rote Regierung in Stuttgart nun eingeleitet und Änderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats des Unternehmens beschlossen. An die Stellen der ausgeschiedenen CDU- und FDP-Minister Rau und Goll sollen der neue Vize-Ministerpräsident Nils Schmid (SPD) und die Staatsministerin Silke Krebs (Grüne) treten.
Nicht alles wird beim Stromanbieter über den Haufen geworfen
Dieser Entscheidung vorausgegangen war eine Sondergenehmigung des baden-württembergischen Landtags, da normalerweise Mitglieder der Landesregierung nicht in den Aufsichtsrat eines Unternehmens berufen werden dürfen. Aber nicht alles wird beim Stromanbieter geändert: Der noch von der alten schwarz-gelben Landesregierung in den EnBW-Aufsichtsrat berufene Chef des Industrieunternehmens Voith, Hubert Lienhard, passe mit seiner Expertise zu Turbinen- und Wasserkraftanlagen gut zu der Neuausrichtung des Energiekonzerns, verlautete aus der Staatskanzlei in Stuttgart. EnBW ist einer der vier großen Stromanbieter und hat bisher einen Schwerpunkt auf die Nutzung von Atomkraftwerken gelegt. Diese Ausrichtung wird sich im Rahmen des Atomausstiegs voraussichtlich drastisch ändern.
