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Atomkraftwerke: EU-weite Stresstests beginnen
Atomkraftwerke: EU-weite Stresstests beginnen01.06.2011, 20:18 Uhr
Die lange diskutierten Stresstests für AKW in der EU können beginnen. Am Mittwoch haben die letzten nationalen Aufsichtsbehörden die Fragebögen an die Kraftwerksbetreiber verschickt, teilte die EU-Kommission mit.Stresstest für AKW wird dreifach wiederholtDie Überprüfung der Atomkraftwerke verläuft in drei Stufen: Zunächst führen die Stromanbieter selbst einen Test durch, der dann von nationalen Behörden und schließlich von Experten aus anderen Staaten verifiziert werden soll. Die ersten Ergebnisse sollen Ende des Jahres vorliegen, der dazugehörige Abschlussbericht über die Sicherheitschecks folgt im April 2012. Insgesamt überprüft Brüssel alle 143 Atomkraftwerke, die in der EU vorhanden sind. Bei den Stresstests wird die Sicherheit der Anlagen bei Naturkatastrophen wie Erdbeben, Hochwasser oder Flugzeugcrashs überprüft. Nicht gecheckt werden Gefahren durch Terroranschläge; sie sollen in einem gesonderten Verfahren später überprüft werden.
Nur Deutschland will seine Atomkraftwerke abschalten
14 der 27 EU-Länder betreiben derzeit Atomkraftwerke, darunter auch Deutschland, das als einziges Land nach der Atomkatastrophe von Fukushima einen Atomausstieg verkündet hat. Da die Stresstests in Deutschland bereits durchgeführt wurden, ist eine Wiederholung der Tests hier nicht notwendig. Falls ein Atomkraftwerk die Kriterien der Überprüfung nicht erfüllt, muss es nachgerüstet oder abgeschaltet werden. Durchsetzen kann die Europäische Union eine Abschaltung von AKW allerdings nicht, da dies nur durch die Mitgliedsstaaten selbst verfügt werden kann.
