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Kabinett beschließt Atomausstieg bis 2022
Kabinett beschließt Atomausstieg bis 202206.06.2011, 11:01 Uhr
Die Energiewende ist nun offiziell von der Bundesregierung beschlossen worden Bundestag und Bundesrat müssen dem geplanten Atomausstieg allerdings noch zustimmen.Atomausstieg bekommt gesetzlichen RahmenWie geplant hat das Bundeskabinett am Montag auf einer Sondersitzung den Atomausstieg beschlossen. Bis zum Jahr 2022 sollen alle deutschen Atomkraftwerke vom Netz gehen, acht davon werden sofort abgeschaltet. Dabei wird es sich voraussichtlich um die AKW handeln, die bereits im Rahmen des Atommoratoriums heruntergefahren wurden sowie das Kernkraftwerk Krümmel, das wegen einer Pannenserie ohnehin abgeschaltet war. Die entsprechende Neufassung des Atomgesetzes wurde heute morgen von den Mitgliedern der Bundesregierung beschlossen und soll nun Bundestag und Bundesrat zur Beratung vorgelegt werden. Sollte das Gesetz wie geplant noch vor der Sommerpause verabschiedet werden, könnte die Energiewende schon bald in Kraft treten.
Netzausbau und erneuerbare Energien Teil der Energiewende
Nach dem Atomunfall in Fukushima (Japan) hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Abkehr von der Atomenergie verkündet und ein vorläufiges Moratorium ausgesprochen. Nach der endgültigen Entscheidung zum Atomausstieg soll nun auch der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Netzausbau schneller vorangetrieben werden. Beides ist nach Ansicht der Expertenkommissionen erforderlich, wenn der Atomausstieg innerhalb der geplanten Zeitspanne gelingen soll.
