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Strompreise: Rösler will Betriebe entlasten / Netzausbau wird beschleunigt
Strompreise: Rösler will Betriebe entlasten / Netzausbau wird beschleunigt06.06.2011, 16:58 Uhr
Bedenken gegen den Atomausstieg haben Industrie und Wirtschaft vor allem wegen der Möglichkeit steigender Strompreise. Sie fürchten, dadurch im internationalen Vergleich Nachteile zu erleiden. Wirtschaftsminister Rösler (FDP) verspricht Abhilfe.Mittelstand soll Strompreise bezahlen könnenBesonders mittelständische Unternehmen müssen die Höhe der Strompreise in ihre eigene Preiskalkulation mit einfließen lassen. Sollten die Tarife durch den geplanten Atomausstieg stark ansteigen, erwarten sie daher eine Wettbewerbsverzerrung und Nachteile für den Standort Deutschland. Bundeswirtschaftsminister Rösler (FDP) hat daher Entlastungen für den Fall angekündigt, dass es tatsächlich zu einer starken Erhöhung der Strompreise kommen sollte. 500 Millionen Euro stünden für eine solche Entlastung mittelständischer Unternehmen bereit, sagte der Politiker am Montag. Auch die energieintensive Industrie soll Kompensationen erhalten. Hierfür würden Gespräche mit der Europäischen Union geführt.
Netzausbau soll deutlich beschleunigt werden
Rösler will außerdem beim Netzausbau deutlich an Geschwindigkeit zulegen. Die Planungs- und Bauzeit neuer Stromtrassen soll von heute durchschnittlich zehn Jahre auf vier Jahre verkürzt werden, so der Minister nach dem Kabinettsbeschluss zum Atomausstieg bis zum Jahr 2022. Dieser Zeitpunkt und der damit verbundene Umstieg auf die erneuerbaren Energien könne nur dann eingehalten werden, wenn die Infrastruktur und der Netzausbau den erforderlichen Anforderungen entsprächen, sagte Rösler.
