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Bayer Leverkusen kündigt Sponsorenvertrag mit Stromanbieter TelDaFax
Bayer Leverkusen kündigt Sponsorenvertrag mit Stromanbieter TelDaFax07.06.2011, 16:49 Uhr
Der Fußballverein hat länger an seinem Sponsor festgehalten, als viele Beobachter es erwartet hatten. Doch nun hat Bayer Leverkusen die Notbremse gezogen und den Vertrag mit dem Stromanbieter gekündigt.Stromanbieter war seit 2007 SponsorSeit 2007 fungierte der nach eigenen Worten größte unabhängige Stromanbieter Deutschlands als Hauptsponsor für den Bundesliga-Verein Bayer Leverkusen. Die Zusammenarbeit schien zunächst auch deutliche Erfolge zu zeigen. Vor allem TelDaFax profitierte von der Werbewirksamkeit von bekannten Gesichtern wie Rudi Völler, die auf Plakaten und Werbespots noch bis zuletzt für einen Wechsel zum günstigen Stromanbieter warben. Nachdem das Unternehmen aus Troisdorf aber immer mehr in Schieflage geriet und inzwischen auch der Staatsanwalt ermittelt, war ein Imageschaden für die Fußballer kaum noch zu verhindern. Der Sponsorenvertrag wurde nach Angaben von TelDaFax nun vorzeitig aufgelöst. Eigentlich hatte er noch bis 2013 laufen sollen.
Leverkusen muss nun auf 13 Millionen des Sponsors verzichten
Die freigewordenen Gelder in Höhe von 13 Millionen Euro kommen dem Stromanbieter sicher nicht ungelegen; sie sollen in die Stärkung des Unternehmens gesteckt werden, wie man bei TelDaFax erklärte. In den vergangenen Wochen hatten zahlreiche Netzbetreiber die Verträge mit dem Energieversorger gekündigt, wodurch Zehntausende von Kunden für das Unternehmen verloren gegangen sind. Branchenexperten zeigten sich verwundert, dass die Kündigung durch Bayer Leverkusen erst jetzt kam; der Imageschaden sei bereits beträchtlich, so die Einschätzung. Doch auf die Sponsorengelder konnte und wollte man in Leverkusen offenbar nicht so ohne Weiteres verzichten, was die Verzögerung vermutlich erklärt. Die Trennung könnte dennoch zu spät gekommen sein: Sollte TelDaFax doch noch in die Insolvenz gehen, könnte ein Insolvenzverwalter möglicherweise Gelder von Leverkusen zurückfordern. Die Insolvenz wird beim Stromanbieter aber nach wie vor nicht in Erwägung gezogen.
