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Stromanbieter: Auch Vattenfall beschwert sich über Atomausstieg
Stromanbieter: Auch Vattenfall beschwert sich über Atomausstieg08.06.2011, 11:37 Uhr
Der RWE-Chef hat die Kanzlerin in einem Schreiben wissen lassen, was er vom Atomausstieg der Regierung hält nicht viel. Aber auch die anderen Betreiber von Kernkraftwerken äußern ihre Kritik immer deutlicher.Stromanbieter betreibt zwei Atomkraftwerke in DeutschlandDer Chef des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall, Løseth, hat gegenüber der Nachrichtenagentur dpa in einem Interview erklärt, dass der Stromanbieter vom Atomausstieg nicht stärker benachteiligt werden dürfe als die anderen Energieversorger. Das Atomkraftwerk Krümmel gehört zu den acht Kraftwerken, die sofort abgeschaltet werden. Die Reaktoren in Krümmel und Brunsbüttel waren wegen diverser Pannen bereits 2007 vom Netz genommen worden. Durch den Atomausstieg und dem damit verbundenen Ende für die beiden Vattenfall-Atomkraftwerke drohen dem Stromanbieter nach Angaben des Konzernchefs Verluste in Millionenhöhe.
Bleiben Stromanbieter auf ihren Reststrommengen sitzen?
Normalerweise könnte der Konzern diese Verluste abfedern, indem er die Reststrommengen an Mitbewerber verkauft. Da die anderen Energieriesen aber selbst Probleme haben, ihre Reststrommengen vor dem Atomausstieg zu verbrauchen, werde es Løseth zufolge schwierig, einen Abnehmer für diese Strommengen zu finden. Zudem habe Vattenfall im Hinblick auf eine erneute Inbetriebnahme der beiden Atomkraftwerke eine Summe von 700 Millionen Euro investiert immer unter der Voraussetzung, dass die Reaktoren wieder ans Netz gehen könnten. Die Lage bezeichnete der Chef des Stromkonzerns als dramatisch, weil mit dem Atomausstieg der Totalverlust dieser Investitionen drohe.
