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Energiewende: Merkel hält Atom-Risiken für unbeherrschbar
Energiewende: Merkel hält Atom-Risiken für unbeherrschbar09.06.2011, 12:10 Uhr
Vor dem Bundestag gab Bundeskanzlerin Merkel (CDU) heute eine Regierungserklärung zur Energiewende ab und warb um Zustimmung für ihre Atomgesetze.Fukushima persönliche Motivation für Merkels AtomausstiegMit einer persönlichen Begründung rechtfertigte die Kanzlerin vor dem Bundestag ihre Kehrtwende in der Atompolitik. Fukushima habe ihre Haltung zur Kernenergie verändert, sagte sie in ihrer Regierungserklärung zum Atomausstieg. Die Atom-Risiken seien nicht beherrschbar, weswegen die Politik umsteuern müsse. Mit acht Gesetzen und Verordnungen für den stufenweisen Atomausstieg will Merkel diese Energiewende vollziehen. Damit folge sie der Empfehlung der Ethikkommission und dem Ergebnis der Sicherheitsüberprüfung der deutschen Atomkraftwerke, so Merkel weiter.
Vollständiger Atomausstieg bis 2022 geplant
Die Bundesregierung will bis zum Jahr 2022 einen kompletten Atomausstieg vollziehen. Den Anfang machen die sieben ältesten Atomkraftwerke sowie der Pannenreaktor in Krümmel. Diese acht AKW werden den Plänen zufolge umgehend stillgelegt. Die restlichen Kernkraftwerke sollen in mehreren Schritten von 2015 bis Ende 2022 vom Netz genommen werden.
