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Trittin: Energiewende geht anders, Frau Merkel
Trittin: Energiewende geht anders, Frau Merkel09.06.2011, 17:30 Uhr
Auch die Grünen äußerten sich im Rahmen der Atomdebatte zu ihrem ureigenen Hauptthema dem Atomausstieg. Der Bundeskanzlerin warfen sie Konzeptionslosigkeit vor, wollen die Regierung aber grundsätzlich bei der Energiewende unterstützen.Grüne wollen Atomausstieg zustimmen, aber...Es wäre überraschend gewesen, wenn ausgerechnet die Grünen ihre Zustimmung zum Atomausstieg verweigert hätten. Aber völlig zufrieden sind sie nach Aussage ihres Fraktionsvorsitzenden Jürgen Trittin nicht. Im Gegenteil: Merkel gebe gleichzeitig Gas und stehe auf der Bremse, so der ehemalige Umweltminister. Energiewende geht anders, fügte er hinzu. Die Regierung bremse den Ausbau der erneuerbaren Energien. So könne der Atomausstieg nicht gelingen, denn nur mit einer Erhöhung des Anteils der Kohlekraftwerke könne man keine Energiewende vollführen.
Trittin: Pläne der Regierung zum Atomausstieg unzureichend
Das von der Bundesregierung angepeilte Ziel, bis 2020 einen Anteil von 35 Prozent bei den erneuerbaren Energien zu erreichen, bezeichnete Trittin als unzureichend. Ferner wollen die Grünen weitere Klärung bezüglich der ungelösten Endlagerung von Atommüll. Die bislang bekannten Pläne der Bundesregierung reichten hier ebenso wenig aus wie für die Fragen der Sicherheitsstandards der Atomkraftwerke sowie der Energieeffizienz. Die Grünen würden daher noch zahlreiche Nachbesserungen des Konzepts verlangen, so Trittin.
