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Studie: Atomausstieg steigert weder Strompreise noch CO2-Ausstoß

Studie: Atomausstieg steigert weder Strompreise noch CO2-Ausstoß10.06.2011, 16:53 Uhr

Industrie, Wirtschaft und große Stromanbieter fürchten den Atomausstieg wegen höherer Strompreise und stärkerem Ausstoß der Treibhausgase. Dies gefährde die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in der Welt. Alles falsch, sagt eine Studie.Gefährdet der Atomausstieg die Wettbewerbsfähigkeit?
Die Strompreise gehen durch die Decke und werden sowohl private Haushalte als auch die Industrie belasten. Besonders schwere Zeiten werden die energieintensiven Branchen vor sich haben und mithin ihre Wettbewerbsfähigkeit auf internationaler Ebene einbüßen. Und auch der Klimaschutz wird durch den Atomausstieg zurückgeworfen. Solche und ähnliche Szenarien hört man derzeit aus den Zentralen der großen Stromanbieter und der deutschen Industrie. Eine wissenschaftliche Studie der Universität Leipzig in Zusammenarbeit mit dem Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung widerspricht nun diesen Befürchtungen. Demnach könnte der Ausstoß von Kohlendioxid mit dem Atomausstieg sogar sinken, so eine überraschende Feststellung.

Strompreise könnten langfristig sogar sinken
Wie die „Süddeutsche Zeitung“ am Freitag aus der Studie zitiert, werde es hinsichtlich der Strompreise bei einem Atomausstieg bis 2022 keinen Unterschied machen, ob für den Ersatz der Atomkraftwerke Gaskraftwerke oder Kohlekraftwerke gebaut würden. Im Betrieb seien die Gaskraftwerke allerdings im Vorteil, da sie bei der Verbrennung nur etwa die Hälfte an CO2 freisetzen wie vergleichbare Kohlekraftwerke. Für die Strompreise erwartet die Studie lediglich einen vorübergehenden Anstieg der Tarife an der Strombörse, der sich nach dem Atomausstieg im Jahr 2022 binnen weiterer acht Jahre wieder auf das Niveau von 2010 normalisieren würde. Langfristig sei zu erwarten, dass die erneuerbaren Energien die Strompreise sogar nach unten drücken könnten. Dies sei ein Beweis dafür, dass die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands keineswegs unter einem Atomausstieg bis 2022 leiden müsste, so die Wissenschaftler im Ergebnis.



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