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Stromanbieter RWE befürchtet feindliche Übernahmen durch Atomausstieg
Stromanbieter RWE befürchtet feindliche Übernahmen durch Atomausstieg10.06.2011, 23:14 Uhr
Seit der Atomkatastrophe von Fukushima haben die Aktien der großen Energiekonzerne starke Verluste zu verzeichnen. Dies könnte die Möglichkeit erhöhen, dass die Stromanbieter von ausländischen Firmen geschluckt werden, warnt RWE-Chef Jürgen Großmann.RWE prognostiziert steigende Strompreise durch AtomausstiegIn einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung erneuerte der RWE-Chef seine Kritik am Atomausstieg der Bundesregierung. Dieser sei weder rational noch rechtlich zu begründen. Als Beispiel nannte er die willkürlichen Grenzen bei der Abschaltung von Atomkraftwerken. In seinem Protestbrief an die Bundeskanzlerin vom Wochenende hatte Großmann diese Punkte bereits angesprochen. Ferner warnt der Stromanbieter vor drohenden Stromausfällen und einem drastischen Anstieg der Strompreise. Dies könne zur Abwanderung von ganzen Branchen der deutschen Industrie führen, sagte Großmann.
Wertverlust beunruhigt den Stromanbieter
Für sein eigenes Unternehmen befürchtet der RWE-Chef die Möglichkeit einer feindlichen Übernahme. Durch die Diskussion um den Atomausstieg sind die Werte der großen Stromanbieter an der Börse teilweise erheblich eingebrochen .Der Wertverlust bereite ihm große Sorge, so Großmann. Aktuell kostet eine RWE-Aktie knapp 39 Euro beinahe 20 Euro weniger als vor einem Jahr. Bezüglich der Frage nach einer möglichen Klage von RWE gegen den Atomausstieg traf Großmann in dem SZ-Interview keine klare Aussage. Er betonte aber, dass derzeit mehr für eine Klage spreche als dagegen.
