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Italiener wollen keine neuen Atomkraftwerke
Italiener wollen keine neuen Atomkraftwerke14.06.2011, 19:49 Uhr
Seine eigene Energiewende wollte der umstrittene italienische Regierungschef Berlusconi durchsetzen und neue Atomkraftwerke bauen. Eine klare Mehrheit der Bevölkerung sprach sich in einer Abstimmung dagegen aus.Berlusconi wollte Atomausstieg umkehrenSchon vor Jahren hatte Italien seinen eigenen Atomausstieg beschlossen, doch im vergangenen Jahr sah es so aus, als könnte die Atomenergie eine weltweite Renaissance in vielen Ländern erleben. Auch der Italiener Berlusconi wollte neue Atomkraftwerke bauen lassen und strich die Förderungen für erneuerbare Energien drastisch zusammen. Ein Anti-Atom-Referendum macht nun aber offenbar einen Strich durch die Rechnung des umstrittenen Politikers: Über 90 Prozent der Wähler haben sich gegen den erneuten Einsatz von Atomkraftwerken ausgesprochen. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 57 Prozent und reicht damit für eine Gültigkeit der Abstimmung aus.
Wähler wollen keine neuen Atomkraftwerke
Für Silvio Berlusconi ist das Ergebnis der Abstimmung eine schwere politische Niederlage, nachdem er bereits vor zwei Wochen die Kommunalwahlen verloren hatte. Bei dem Referendum ging es zudem nicht nur um die Frage nach neuen Atomkraftwerken, sondern auch um die Privatisierung der Wasserversorgung, welche ebenfalls mit großer Mehrheit abgelehnt wurde. Zudem scheiterte Berlusconi mit einem Amnestiegesetz, das ihm und seinem Kabinett Schutz vor Strafverfolgung unter bestimmten Umständen gewährt hätte.
