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Atom-Moratorium beendet – Was machen die Stromanbieter?

Atom-Moratorium beendet – Was machen die Stromanbieter?15.06.2011, 16:53 Uhr

Das sogenannte Atom-Moratorium, das Bundeskanzlerin Merkel (CDU) nach der Atomkatastrophe in Japan verhängt hatte, ist heute ausgelaufen. Theoretisch könnten die Stromanbieter ihre Atommeiler nun wieder anfahren, da die neuen Atomgesetze noch nicht verabschiedet sind.Moratorium endet – Atomausstieg noch nicht rechtskräftig
Acht Atomkraftwerke waren von dem Moratorium betroffen, das im März kurz nach der Katastrophe von Fukushima beschlossen wurde. Daraufhin mussten die sieben ältesten Atomkraftwerke sofort vom Netz gehen – das Pannen-AKW Krümmel steht bereits seit längerer Zeit still. Bis die neuen Atomgesetze zum Atomausstieg Ende Juli in Kraft treten können, wäre nun theoretisch Zeit für die großen Stromanbieter, ihre nun abgeschalteten Atomkraftwerke nochmals für einige Wochen in Betrieb zu nehmen. Allgemein wird allerdings erwartet, dass ein solcher Schritt ausbleibt.

Stromanbieter müssen Imageschaden befürchten
Besonders der Stromanbieter RWE hatte mit dem Gedanken gespielt, den Block B des AKW Biblis nochmals anzufahren. Einige der großen Energiekonzerne hatten auch mit Klagen gegen Atomausstieg und das Ende der Laufzeitverlängerung gedroht, weil sie keine Rechtsgrundlage für die Beschlüsse sehen. Dennoch halten Experten es für unwahrscheinlich, dass die abgeschalteten Kernkraftwerke wieder in Betrieb gehen. Der Staatsrechtler Prof. Ulrich Battis sagte im ZDF, dass dies zwar möglich sei, die Stromanbieter es aber nicht tun würden, da ein solcher Schritt politisch nicht vermittelbar sei. Das hessische Umweltministerium erwartet ebenfalls kein erneutes Anfahren von Biblis B. Es sei die Frage, ob sich der vorübergehende Betrieb im Hinblick auf den Imageschaden für den Energiekonzern lohne, so Umweltministerin Puttrich (CDU).



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