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Atommüll: Endlager in Baden-Württemberg geologisch schwierig
Atommüll: Endlager in Baden-Württemberg geologisch schwierig16.06.2011, 00:32 Uhr
Im Rahmen des Atomausstiegs soll auch endlich ein Konsens bei der Endlagersuche gefunden werden. Der neue grüne Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Kretschmann, will auch im Südwesten Deutschlands nach geeigneten Standorten suchen.Endlager soll in ganz Deutschland gesucht werdenBislang war es weitgehend so, dass der Atomstrom größtenteils im Süden von Deutschland erzeugt wurde und der dazugehörige Atommüll im Norden entsorgt werden sollte. Der einzige je geprüfte Standort für ein mögliches Endlager ist nach wie vor der Salzstock in Gorleben (Niedersachsen). Doch dessen Eignung wird schon seit einiger Zeit von Fachleuten in Frage gestellt. Eine ergebnisoffene Suche im ganzen Land wird von vielen Seiten gefordert, so auch vom neuen Regierungschef in Stuttgart. Das geologische Landesamt hält Baden-Württemberg allerdings für so gut wie nicht geeignet, einen solchen Standort zur Verfügung zu stellen.
Behörde: Suche nach Endlager wird Jahrzehnte dauern
Der Behördenleiter des Landesamtes für Geologie, Watzel, sagte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa), dass für ein Endlager für Atommüll nach Ansicht von Fachleuten nur Salz- oder Tongestein in Frage käme. Beides ist im Südwesten eher selten zu finden und die wenigen vorhandenen Orte weisen keine ausreichende Dicke auf oder liegen in von Erdbeben oder Vulkanen bedrohten Gebieten, so Watzel. Lediglich in einem Teil der Schwäbischen Alb und Oberschwabens sei eine Lagerung von Atommüll theoretisch denkbar. Für eine Endlagersuche forderte er ein festgelegtes Verfahren. Die Suche nach einem Atommülllager wird seiner Ansicht nach Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Derzeit werden die radioaktiven Abfälle in Zwischenlagern nahe der Atomkraftwerke aufbewahrt.
