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Solarförderung wird doch nicht gekürzt
Solarförderung wird doch nicht gekürzt16.06.2011, 13:56 Uhr
Zum 1. Juli sollte die Solarförderung eigentlich erneut gekürzt werden. Doch der Zuwachs an neuen Anlagen blieb im ersten Halbjahr hinter den Erwartungen zurück.Weniger Solaranlagen im 1. HalbjahrAngesichts der Solarbooms der vergangenen Jahre und der daraus resultierenden Konsequenzen für die EEG-Umlage hatte die Bundesregierung eine schrittweise Kürzung der Solarförderung beschlossen. Eine weitere Kürzungsstufe sollte zum 1. Juli in Kraft treten. Voraussetzung dafür wäre allerdings gewesen, dass die Grenze von 3.500 Megawatt zusätzlicher Stromleistung pro Jahr voraussichtlich überschritten werden würde. Im ersten Halbjahr gab es jedoch wesentlich weniger neue Solaranlagen auf deutschen Dächern als erwartet. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums wurden der Financial Times Deutschland zufolge nur etwa 700 Megawatt neue Leistung installiert. Auf das gesamte Jahr hochgerechnet wird der Zuwachs wohl 2.800 Megawatt nicht überschreiten können.
Strompreise werden durch Solarförderung belastet
Als Konsequenz dieser Entwicklung will die Bundesregierung auf eine weitere Kürzung der Solarförderung im Juli zunächst verzichten. Diese Entscheidung hat also nichts mit einem etwaigen Umdenken der Regierung bei der Förderung erneuerbarer Energien zu tun. Zuletzt war die Kürzung der Solarförderung von beinahe allen Seiten gefordert worden, da der Anteil des Solarstroms insgesamt nur sehr gering ist, bei den Kosten durch die EEG-Umlage die Strompreise aber für alle Kunden überproportional belastet. Die zusätzlichen Kosten waren für die meisten Stromanbieter Grund für eine Strompreiserhöhung gewesen. Welche Auswirkungen das Ausbleiben der Kürzungsstufe auf die Preisentwicklung hat, ist noch unklar und hängt letztlich davon ab, wie viele Solaranlagen noch bis Jahresende hinzukommen.
