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Bundesnetzagentur: Atomausstieg führt zu Problemen bei der Stromversorgung
Bundesnetzagentur: Atomausstieg führt zu Problemen bei der Stromversorgung16.06.2011, 17:26 Uhr
Erneut warnt der Chef der Bundesnetzagentur, Kurth, vor Problemen mit der Stromversorgung in Deutschland. Durch den Atomausstieg kämen besonders im Winter kritische Zeiten auf die Verbraucher zu.Atomausstieg macht sich im Winter bemerkbarEs gibt viele Ansichten und Berechnungen zu den Auswirkungen der Abschaltung von Atomkraftwerken im Zuge des Atomausstiegs. Der Chef der Bundesnetzagentur ist davon überzeugt, dass es spätestens im Winter zu ernsten Engpässen bei der Stromversorgung in Deutschland kommen könnte. Im Bayerischen Rundfunk wies er darauf hin, dass der Stromverbrauch sich im Winter in ganz Europa im Vergleich zum Sommer verdopple. Dass also die Abschaltung der Atomkraftwerke bisher keine gravierenden Probleme verursacht habe, könnte ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen. Kurth erläuterte in dem Interview, dass in Frankreich beispielsweise noch mit Strom geheizt werde.
Kurth: Stromimporte können Atomausstieg im Winter nicht ausgleichen
Halte man sich dann vor Augen, dass überall in Europa zur gleichen Zeit die Höchstlast im Stromnetz anfalle, könne es passieren, dass für Deutschland schlicht kein Strom zum Importieren aus dem Ausland zur Verfügung stehe, so Kurth. Keines der Nachbarländer produziere dann entsprechende Überschüsse in ausreichender Menge. Die deutsche Öffentlichkeit müsse verstehen, dass in den Nachbarländern niemand bereitstehe, um in Zeiten der höchsten Stromnachfrage das Fehlen der deutschen Atomkraftwerke auszugleichen, warnte Kurth.
