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Rheinland-Pfalz will Stromanbieterwechsel einfacher machen
Rheinland-Pfalz will Stromanbieterwechsel einfacher machen17.06.2011, 16:27 Uhr
Rein theoretisch ist ein Stromanbieterwechsel schon jetzt relativ unkompliziert. In der Praxis kommt es aber oft noch zu Verzögerungen und Problemen mit dem neuen Versorger. Um die Sache für die Verbraucher noch einfacher zu machen, fordert Rheinland-Pfalz Änderungen und weniger Bürokratie.Kunden müssen lange auf neuen Stromanbieter wartenWenn die Strompreise zu hoch sind, sollte man seinen Stromanbieter wechseln. Mit Hilfe eines kostenlosen Stromrechners ist das im Regelfall auch unproblematisch möglich. Doch nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Verbraucherschutzministers Jochen Hartloff (SPD) gibt es noch zu viele bürokratische Hürden. Vor allem will er die gesamte Prozedur deutlich verkürzen. Er beklagte am Freitag in Mainz, dass Kunden allzu oft viele Wochen darauf warten müssten, von ihrem neuen Stromanbieter beliefert zu werden. Er drängte darauf, dass in Deutschland die Wechselfrist von drei Wochen tatsächlich umgesetzt werde, die nach europäischem Recht beim Stromanbieterwechsel zu gelten habe.
Hartloff: Stromanbieter sollte täglich gekündigt werden können
In der Praxis sieht es Hartloff zufolge aber meist so aus, dass bei einer Kündigung zum Monatsende die Belieferung durch den neuen Stromanbieter erst nach bis zu zwölf Wochen erfolgt. Für den Verbraucher bedeutet dies, unnötig lange die höheren Strompreise zahlen zu müssen. Um dieses Problem zu lösen, möchte Hartloff durchsetzen, dass Kunden ihren Vertrag mit dem Energieversorger täglich kündigen können und die dreiwöchige Frist bereits mit Abgabe des Antrags beim neuen Stromanbieter beginnt. Für den Fall, dass sich Versorger nicht an diese Fristen halten, möchte der Minister Sanktionen verhängen.
