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Ökostrom: Rösler warnt vor hohen Strompreisen für Privatleute
Ökostrom: Rösler warnt vor hohen Strompreisen für Privatleute17.06.2011, 20:53 Uhr
Sollte die Förderung der erneuerbaren Energien stark erhöht werden, befürchtet der Wirtschaftsminister erhebliche Zusatzkosten für private Verbraucher. Damit tritt er Forderungen der Bundesländer entgegen, die den Ökostrom stärker fördern möchten.Rösler: Strompreise würden bei stärkerer Förderung steigenBundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hat am Freitag im Bundesrat vor einer zu starken Ausweitung der Förderung erneuerbarer Energien gewarnt. Seiner Ansicht nach würde dies zwangsläufig die Strompreise für Privatkunden in die Höhe treiben. Die Länderkammer beriet heute zum ersten Mal über die Gesetze zum Atomausstieg. Dabei forderten viele Bundesländer eine Verstärkung der Förderung von Ökostrom. Rösler sieht die Frage aber nicht als grundsätzlich hinderlich für einen Konsens von Regierung und Bundesländern über die Atomgesetze. Bei den wesentlichen Energiezielen seien sich Bund und Länder einig, so Rösler.
Stromanbieter legen Kosten meist auf Verbraucher um
Die Kosten für die Förderung erneuerbarer Energien werden über die sogenannte EEG-Umlage auch auf die Strompreise umgelegt. Besonders die starke Solarförderung hatte in den vergangenen Jahren zu einem Anstieg der Strompreise geführt, was von Verbraucherschützern bemängelt wird. Die Stromanbieter müssen diese Kosten nicht an die Verbraucher weitergeben, tun dies aber fast immer. Die Pläne der Bundesregierung zur Energiewende sehen eine Beschneidung der Förderung von Ökostrom durch Windkraftanlagen an Land zugunsten von Offshore-Windparks vor.
