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Strompreise müssen laut Gutachten nicht wegen abgeschalteter AKW steigen

Strompreise müssen laut Gutachten nicht wegen abgeschalteter AKW steigen21.06.2011, 15:42 Uhr

Weder das Atom-Moratorium noch die Stilllegung der Atomkraftwerke im Rahmen des Atomausstiegs sind ein Grund für höhere Strompreise – so ein Gutachten, das für die Grünen erstellt wurde.Moratorium wirkt sich dieses Jahr nicht auf Strompreise aus
Der Energieexperte Gunnar Harms hat für die grüne Bundestagsfraktion eine Studie erstellt, die sich mit der Frage beschäftigt, ob eine Erhöhung der Strompreise durch die Abschaltung der Atomkraftwerke im Rahmen des Moratoriums und in der Folge durch den Atomausstieg gerechtfertigt sei. Demnach ist eine Strompreiserhöhung nicht notwendig, wie die „Saarbrücker Zeitung“ unter Berufung auf die Studie berichtet. Die Stromanbieter hätten ihre Stromkontingente für das laufende Jahr bereits vor dem Inkrafttreten des Atom-Moratoriums gekauft, so die Begründung. Die Preissteigerungen für Strom an der Strombörse in Leipzig von 0,6 Cent pro Kilowattstunde, die es nach der Verhängung des Moratoriums im März gegeben hatte, wirkten sich aufgrund der vorzeitigen Beschaffung der meisten Energieversorger für dieses Jahr nicht aus. Selbst für 2012 seien die Effekte nur teilweise spürbar.

Grüne: Stromanbieter haben keine Argumente mehr
Für das kommende Jahr erwartet die Studie zudem dämpfende Faktoren, die diese Strompreiserhöhung im Großhandel nahezu vollständig ausgleichen sollen. Die Strompreise seien nicht so sehr von der Stilllegung von Atomkraftwerken bestimmt als von den transparenten Preisbildungsmechanismen der Terminmärkte. Für die Grünen ist dieses Gutachten ein weiterer Beweis dafür, dass die Stromanbieter ihre Tarife nicht wegen des Atomausstiegs erhöhen müssten. Fraktionsvize Bärbel Höhn sagte der Saarbrücker Zeitung, dass die Studie den Energiekonzernen eines der letzten Argumente raube. Die großen Stromanbieter haben für den Fall eines Atomausstiegs deutlich höhere Strompreise prognostiziert.



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