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Gazprom will Stromanbieter in Europa werden
Gazprom will Stromanbieter in Europa werden21.06.2011, 17:22 Uhr
Der russische Energiekonzern will sich in Europa ein Standbein als Stromanbieter sichern. Durch den Atomausstieg wird die Stromerzeugung durch Gas voraussichtlich einen größeren Stellenwert einnehmen.Neue Versorgungskapazitäten wegen Atomausstieg gesuchtDa der deutsche Atomausstieg sich auch auf die gesamteuropäische Stromversorgung auswirkt, hat die Europäische Union dazu aufgerufen, neue Versorgungskapazitäten als Ersatz für die Atomenergie zu schaffen. Ein Hauptteil dieser Kapazitäten könnte nach Meinung der meisten Experten aus dem Bau und Betrieb von Gaskraftwerken stammen, weswegen es nicht überrascht, dass der russische Staatskonzern Gazprom sich hier interessiert zeigt. Der stellvertretende Vorsitzende des Konzerns, Alexander Medwedew, erklärte am Montag in Moskau, dass der Konzern bereits in Verhandlungen mit europäischen Energieversorgern stehe. Es gehe dabei um den Betrieb von Kraftwerken.
Gazprom will als Stromanbieter Kraftwerke betreiben
Bis zum Jahresende will Gazprom einige wichtige Projekte zum Thema Stromversorgung in Europa präsentieren, so der Manager. Dabei sehe sich Gazprom nicht mehr nur als Lieferant von Gas, sondern auch als eigenständiger Stromanbieter, der Kraftwerke betreibe. Ein Großteil der Gasimporte für Westeuropa und Deutschland stammt aus Russland, wo Gazprom sich zu einem der größten Gas- und Ölkonzerne weltweit gemausert hat.
