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Atomausstieg: Stromanbieter Vattenfall rechnet mit Verlusten
Atomausstieg: Stromanbieter Vattenfall rechnet mit Verlusten22.06.2011, 16:40 Uhr
Für den schwedischen Energiekonzern Vattenfall wird der deutsche Atomausstieg eine teure Angelegenheit meint jedenfalls das Unternehmen selbst. Allerdings werden höhere Strompreise und die Kohlekraftwerke von Vattenfall sicher viel Geld in die Kassen spülen.Stromanbieter erwartet Gewinnrückgang von 1,1 MilliardenIn Stockholm teilte der Stromanbieter am Mittwoch mit, dass wegen des Atomausstiegs in Deutschland der Gewinn von Vattenfall im zweiten Quartal um rund 1,1 Milliarden Euro sinken werde. Dieser Betrag setze sich aus verschiedenen Elementen zusammen. Zum einen müsse es Wertberichtigungen geben für die beiden außer Betrieb gesetzten Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel; zum anderen müsse man höhere Kosten für die Entsorgung von Brennelementen und den Rückbau der Anlagen einplanen. Die beiden Kernkraftwerke stehen allerdings bereits seit 2007 fast ununterbrochen still, weil sie zahlreiche technische Pannen aufwiesen.
Stromanbieter profitiert auch von Atomausstieg
Der Chef von Vattenfall, Øystein Løseth, hat bereits angekündigt, dass der Stromanbieter eine faire Entschädigung von der Bundesregierung verlange. Der Atomausstieg hat allerdings auch eine andere Seite: Sollten die Strompreise insgesamt steigen, wird Vattenfall über seine Kohlekraftwerke in Deutschland natürlich auch davon profitieren können, wie Øystein Løseth selbst einräumt. Die Bundesregierung hat beschlossen, die deutschen Atomkraftwerke bis zum Jahr 2022 endgültig vom Netz zu nehmen. Krümmel gehört dabei zu den Kernkraftwerken, die zusammen mit den sieben ältesten AKW sofort stillgelegt werden sollen.
