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Parteitag: Grüne über Atomausstieg gespalten
Parteitag: Grüne über Atomausstieg gespalten24.06.2011, 14:52 Uhr
Auf dem Sonderparteitag der Grünen soll am Samstag über die Haltung der Partei zum Atomausstieg der Bundesregierung entschieden werden. Es zeigt sich, dass die Meinungen teilweise stark auseinander gehen.Zustimmung der Grünen zum Atomausstieg offenFür den Sonderparteitag, der am Samstag abgehalten wird, haben die Mitglieder der Grünen bis zum Freitag bereits rund 80 Änderungsanträge zum Vorstandsantrag eingereicht. Drei komplette Gegenanträge liegen ebenfalls zur Abstimmung vor. Die Parteispitze um Jürgen Trittin möchte die Basis zwar auf eine breite Zustimmung zum Atomausstieg einschwören, doch da auch die Gegner ihre Truppen sammeln, ist eine verlässliche Prognose kaum möglich. Beobachter halten es derzeit für völlig offen, welche Seite die Mehrheit der Delegierten hinter sich bringen kann. .
Parteispitze will Atomausstieg zustimmen
Die Führung der Partei hält eine Zustimmung zum Atomausstieg von Bundeskanzlerin Merkel (CDU) für zwingend notwendig, um diese historische Chance zu einem gesamtgesellschaftlichen Konsens nicht zu verspielen. Die Kritiker wollen hingegen einen schnelleren Ausstieg von der Kernenergie und weitreichende Änderungen der Atomgesetze, insbesondere in der Frage der Atommüll-Entsorgung. Die Bundesregierung sieht einen Atomausstieg bis zum Jahr 2022 vor, während die Grünen ursprünglich spätestens 2017 das letzte Atomkraftwerk abschalten wollten.
