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Stromanbieter: Staatsanwaltschaft durchsucht Büros von TelDaFax
Stromanbieter: Staatsanwaltschaft durchsucht Büros von TelDaFax27.06.2011, 16:53 Uhr
Geschäftsräume von TelDaFax im Heimatstandort Troisdorf und an anderen Orten wurden am Montag von der Staatsanwaltschaft durchsucht. Die Ermittler vermuten, dass der Stromanbieter die Insolvenz verschleppt hat.Hätte der Stromanbieter schon vorher Insolvenz anmelden müssen?Nicht nur der Vorwurf der Insolvenzverschleppung steht im Raum, sondern auch Betrugsvorwürfe, wie die Staatsanwaltschaft Bonn zu dem Vorgang mitteilte. Der Stromanbieter hatte am 14. Juni die Insolvenz beantragt und die Belieferung seiner Kunden mit Strom und Gas kurz darauf eingestellt. Nach Ansicht der Ermittler hätte dieser Schritt schon lange vorher erfolgen müssen. Um Beweise für diese Vermutungen zu sichern, wurde unter anderem die heutige Razzia durchgeführt.
Stromanbieter arbeitete nicht profitabel
Der Stromanbieter hatte seine Kunden durch extrem niedrige Strompreise mit Preisgarantie und Vorkasse geworben. Diese Preise waren aber spätestens nach 2008 nicht mehr profitabel, sagt die Staatsanwaltschaft. Das Unternehmen habe daraufhin nur noch mit den Vorauszahlungen neuer Kunden die Geschäfte aufrecht erhalten können, ein Finanzierungsmodell, das schon vor Monaten von Experten kritisiert wurde. Mit dem Wegbrechen der Netzbetreiber, die ihre Lieferverträge mit TelDaFax kündigten, war der Zusammenbruch nicht mehr aufzuhalten. Die betroffenen Kunden bangen nun um ihre Vorauszahlungen, die durch die Insolvenz endgültig verloren sein könnten.
