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Wissmann: Autobranche fürchtet hohe Strompreise
Wissmann: Autobranche fürchtet hohe Strompreise28.06.2011, 13:24 Uhr
Nach Ansicht des Verbandes der deutschen Automobilindustrie (VDA) birgt die Energiewende immense Kosten für die Autobauer und Zulieferer. Sollten die Strompreise stark steigen, befürchtet er eine Abwanderung.Strompreise bringen Zulieferer zum AbwandernDer ehemalige Verkehrsminister und Präsident des VDA, Matthias Wissmann, erklärte gegenüber dem Handelsblatt (Dienstagsausgabe), dass die Energiewende für die Unternehmen der Automobilbranche ein hohes Kostenrisiko beinhalte. Unter Berufung auf Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sprach Wissmann von einer zu erwartenden Steigerung der Energiekosten für die Automobilindustrie in Höhe von 160 Millionen Euro. Höhere Strompreise führten schon jetzt dazu, dass wichtige Zulieferer überlegten, ihren Standort von Deutschland ins Ausland zu verlagern. Dies schade der deutschen Industrie erheblich, so die Meinung des VDA-Präsidenten.
Gewinner und Verlierer der Energiewende
Durch den Atomausstieg rechnen besonders die energieintensiven Industriebranchen mit höheren Kosten durch steigende Strompreise. Dem entgegen stehen die belebenden Faktoren, die durch die Energiewende im Bereich der erneuerbaren Energien wirksam werden. Nach Ansicht des DIW wird es unter dem Strich sowohl Gewinner als auch Verlierer einer Energiewende geben. Über die Höhe der Zusatzkosten gehen die Ansichten bei den diversen Experten allerdings stark auseinander. Von großen Sprüngen bei den Strompreisen über moderate Anhebungen bis hin zu einem langfristigen Rückgang der Kosten sind alle Varianten dabei.
