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Russischer Stromanbieter droht Weißrussland wieder mit Stromsperre
Russischer Stromanbieter droht Weißrussland wieder mit Stromsperre28.06.2011, 19:48 Uhr
Erst kürzlich hatten Zahlungsschwierigkeiten dazu geführt, dass der russische Energieversorger InterRao dem Nachbarland mit einem Stopp der Stromlieferungen drohte. Nun stehen erneut erhebliche Beträge aus.Stromanbieter unterbrach Lieferung schon Anfang Juni vorübergehendAb Mittwoch will der russische Stromanbieter InterRao seine Lieferungen an das Nachbarland Weißrussland einstellen, falls die Rechnungen für März, April und Mai nicht umgehend bezahlt würden. Dies berichtet die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf einen Vertreter des staatlich kontrollierten Energieversorgers InterRao. Sollte das Nachbarland die Stromrechnung bezahlen, werde auch die Stromlieferung umgehend wieder aufgenommen. Bereits zu Beginn des Monats hatte der Stromanbieter die Versorgung für sechs Tage unterbrochen. In Weißrussland befindet sich die Volkswirtschaft in ernsten Schwierigkeiten.
Zahlungsschwierigkeiten bei weißrussischem Stromanbieter
Ein Grund für die Zahlungsschwierigkeiten der weißrussischen Kunden liegt in der starken Abwertung der Währung des Landes. So kann der weißrussische Stromanbieter Belenergo zwar die Kosten in Höhe von 600 Millionen Rubel (entspricht etwa 14,8 Millionen Euro) in eigener Währung aufbringen, jedoch nicht in der von InterRao verlangten russischen Währung. Weißrussland gilt als die letzte europäische Diktatur, die seit dem Ende der Sowjetunion von ihrem Präsidenten Lukaschenko mit einer eigenen Version der Planwirtschaft regiert wird.
