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Kein Atomausstieg in Frankreich: Sarkozy setzt weiter auf Atomkraft
Kein Atomausstieg in Frankreich: Sarkozy setzt weiter auf Atomkraft28.06.2011, 22:39 Uhr
Ein Ausstieg aus der Kernenergie kommt für Frankreich nicht in Frage. Dies stellte der französische Präsident Sarkozy am Montag in Paris klar. Im Gegenteil: Moderne Atomkraftwerke sollen in Zukunft besonders gefördert werden.Französische Stromanbieter produzieren weiter mit AtomkraftwerkenDie französischen Stromanbieter werden die Aussage ihres Präsidenten mit Erleichterung zur Kenntnis genommen haben. Immerhin wird in Frankreich der überwiegende Teil des Stroms mit Atomkraftwerken produziert. Die Anti-Atomkraftbewegung ist mit der in Deutschland in keiner Weise zu vergleichen und doch hat Fukushima auch in Frankreich seine Spuren hinterlassen. Dessen ungeachtet will Präsident Sarkozy die Atomenergie der Zukunft mit einer Milliarde Euro fördern, um die Entwicklung von Reaktoren der vierten Generation zu ermöglichen. Beträchtliche Mittel würden außerdem bereitgestellt, um die Sicherheit der Atomkraftwerke zu verbessern, so der Politiker weiter.
Frankreich will auch erneuerbare Energien fördern
Sarkozy sieht Frankreich bei der Atomkraft als führende Technologienation an. In der Tat baut der französische Konzern Areva gemeinsam mit Siemens die neuen Druckwasserreaktoren, von denen allerdings noch keiner in Betrieb ist. Der Präsident sagte hierzu, dass man bei Ausschreibungen nicht immer gewinnen könne, da die besonders sicheren französischen Atomkraftwerke eben auch teurer seien. Aber auch die erneuerbaren Energien sollen mit 1, 3 Milliarden Euro weiter gefördert werden. Sarkozy betonte mit Blick auf den deutschen Nachbarn, man müsse in Frankreich aus keiner Form der Energieerzeugung aussteigen, sondern sie alle gemeinsam entwickeln.
