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Stromanbieter TelDaFax: Russische Investoren getäuscht?
Stromanbieter TelDaFax: Russische Investoren getäuscht?29.06.2011, 13:52 Uhr
Noch vor wenigen Monaten hoffte man bei TelDaFax, die drohende Pleite mit Hilfe neuer Geldgeber abwenden zu können. Die russischen Investoren werfen dem Stromanbieter vor, sie getäuscht zu haben.100 Millionen in den Stromanbieter gepumptDer Stromanbieter TelDaFax gehört mittlerweile russischen Eigentümern, was denen nach der Pleite des Energieversorgers aber nicht mehr viel bringt. Das Handelsblatt berichtet darüber, dass diese Geldgeber nun auch juristisch gegen die Verantwortlichen der Pleite vorgehen wollen und hierfür eine renommierte Anwaltskanzlei beauftragt haben. Wie das Handelsblatt weiter schreibt, beläuft sich der geschätzte Verlust der Investoren auf rund 100 Millionen Euro, die sie in den vergangenen Monaten noch in den Stromanbieter gepumpt hatten. Am 14. Juni hat TelDaFax Insolvenz angemeldet und inzwischen auch die Belieferung der Kunden mit Strom und Gas eingestellt.
Hat der Stromanbieter absichtlich getäuscht?
Auch die Staatsanwaltschaft Bonn ermittelt mittlerweile gegen den insolventen Stromanbieter. Letzte Woche wurden Büro- und Geschäftsräume des Unternehmens durchsucht, um Beweise zu sichern. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft betrifft nicht nur eine mögliche Insolvenzverschleppung, sondern auch den Verdacht, dass TelDaFax weiterhin Kunden mit günstigen Strompreisen per Vorauszahlung gelockt habe, so die Staatsanwaltschaft. Obwohl die finanzielle Situation dem Konzern bereits bekannt gewesen sei, habe er dennoch die Verträge abgeschlossen, um die Vorauszahlungen für den Stromanbieter nutzen zu können. Angesichts der Insolvenz machen Verbraucherschützer den betroffenen Kunden wenig Hoffnung, ihre Gelder erfolgreich zurückfordern zu können. Ein Schicksal, das sie mit den russischen Investoren vermutlich teilen werden.
