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Netzausbau ist Bauern ein Dorn im Auge
Netzausbau ist Bauern ein Dorn im Auge29.06.2011, 16:17 Uhr
Führt die Leitung über Äcker, gibts vom Bauern gleich Gemecker. So oder ähnlich könnte eine neue Bauernregel lauten. Der Bauernverband ist über die Pläne zum Ausbau der Stromnetze jedenfalls nicht begeistert.Bauern sehen Netzausbau als ÄrgernisWenn die Energiewende erfolgreich sein soll, müssen die Stromnetze dringend ausgebaut werden. In dieser Einschätzung sind sich beinahe alle Fachleute einig. Dass die Verlegung neuer Stromtrassen generell unpopulär ist, gehört inzwischen schon dazu. Nicht nur Anwohner, sondern vor allem auch die Landwirte sind vom drohenden Netzausbau nicht begeistert. Der Saarbrücker Zeitung gegenüber sprach der Generalsekretär des Bauernverbandes, Helmut Born, in diesem Zusammenhang von einem Ärgernis.
Netzausbau per Erdkabel könnte Bauern noch mehr ärgern
Bei geplanten neuen Stromleitungen mit einer Länge von 3.000 Kilometern dürfe die Regierung den Bauern nicht mit Enteignung und Entschädigungszahlungen wie vor 40 Jahren kommen, so Born. Er forderte ein Schutzprogramm für Äcker und Grünland nebst einer kontinuierlichen Vergütung durch die Netzbetreiber. Die Interessen der Bauern könnten übrigens denen der Bevölkerung entgegenlaufen. Während Anwohner die teuren Erdkabel bevorzugen, würden Bauern durch die punktuelle Verlegung von Überlandleitungen auf ihren Äckern naturgemäß wesentlich weniger beeinträchtigt als bei der unterirdischen Verlegung, die einen Acker auf voller Länge durchziehen würde.
