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Netzausbau soll durch Bundesnetzagentur koordiniert werden
Netzausbau soll durch Bundesnetzagentur koordiniert werden30.06.2011, 16:12 Uhr
Der Atomausstieg bis 2022 ist nun beschlossen. Für den Ausbau der Stromnetze bedeutet dies, dass es nun ernst wird, denn das Zeitfenster ist nicht sonderlich flexibel. Die Bundesnetzagentur will deswegen die Fäden in die Hand nehmen.Überregionale Stromnetze sollen von Netzagentur geprüft werdenMatthias Kurth, der Präsident der Bundesnetzagentur, ist der Ansicht, dass die Behörde den Netzausbau koordinieren wird. Dies berichtete die Wirtschaftswoche in der Online-Ausgabe vom Mittwoch. Bei dem bevorstehenden massiven Ausbau der Netze müsse die Agentur das schaffen, was die Bundesländer in den vergangenen 15 Jahren nicht geschafft hätten, so Kurth. Gemäß des Gesetzentwurfs der Bundesregierung soll bei der Planung von Stromleitungen, die eine überregionale Bedeutung haben, die Planfeststellung und Trassenführung einheitlich durch die Bundesnetzagentur geprüft werden.
Kurth: Erdkabel für Netzausbau kein Allheilmittel
In Köln äußerte sich Kurth auf einer wissenschaftlichen Veranstaltung zum Netzausbau. Demnach sieht er das Problem nicht bei der mangelnden Investitionsbereitschaft, denn daran sei bislang noch nie der Bau einer Stromleitung gescheitert. Vielmehr resultiere das Defizit beim Ausbau der Stromnetze einzig aus den schleppenden Genehmigungsverfahren. Die oft als Allheilmittel betrachteten Erdkabel hält Kurth nicht für die Lösung aller Probleme. Sie seien nicht nur bis zu sechsfach teurer, sondern auch technisch aufwändig. Diese Meinung teilen auch andere Stromexperten, zumal auch der Bedarf an Nutzraum bei Erdkabeln größer ist Überlandleitungen verlaufen nun einmal zum größten Teil durch die Luft.
