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Japan: Regierung macht den Stromkunden zum Stromsparer
Japan: Regierung macht den Stromkunden zum Stromsparer01.07.2011, 16:20 Uhr
Mit einer Verordnung will die japanische Regierung sowohl private als auch gewerbliche Stromkunden zum Stromsparen zwingen. Eine Reduzierung von 15 Prozent wird angestrebt, um Engpässe zu verhindern.Japan verbraucht deutlich mehr Strom als DeutschlandIn japanischen Haushalten laufen eine Vielzahl an elektrischen Verbrauchern, die hierzulande exotisch anmuten. Viele Gimmicks wie ein beheizbarer Toilettensitz dürften sich hier eher selten finden Durch die zunehmende Vernetzung vieler Haushaltsgeräte und die allgegenwärtigen Klimaanlagen ist der Stromverbrauch in Japan deutlich höher als in Deutschland. Steigt dieser Strombedarf nun im Sommer noch weiter an, weil alle Klimaanlagen auf Hochtouren laufen, befürchtet die Regierung angesichts der Lage nach dem Atomunfall in Fukushima Stromausfälle. Seit dem Erdbeben vom 11. März ist ein Großteil der 54 AKW in Japan abgeschaltet, so dass Strom ein knappes Gut geworden ist.
Mindestens 15 Prozent Strom sollen eingespart werden
Aber nicht nur Privathaushalte sind ein Problem, sondern auch die japanische Industrie. Für die Zeit der größeren Belastung der Stromnetze im Sommer hat die Regierung in Tokio daher eine Verordnung erlassen, die den Stromverbrauch um 15 Prozent reduzieren soll. Unternehmen, die sich nicht daran halten, müssen mit einer Geldstrafe von bis zu 8500 Euro (entspricht ca. 1 Mio. Yen) rechnen. Auch Privathaushalte und kleinere Betriebe sollen nach Möglichkeit 15 Prozent an Strom einsparen. Viele Unternehmen haben bereits ihre Produktion in weniger kritische Zeiten am Morgen und Abend sowie am Wochenende verlegt oder gar ihre Schichten verkürzt.
