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Bundesnetzagentur warnt vor Stromengpass im Süden
Bundesnetzagentur warnt vor Stromengpass im Süden01.07.2011, 17:46 Uhr
Erneut weist die Bundesnetzagentur darauf hin, dass der Netzausbau nun oberste Priorität bekommen muss andernfalls könnte es unter bestimmten Bedingungen rasch zu Engpässen bei der Stromversorgung kommen.Winter könnte Netzüberlastungen bringenDer Chef der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, hat nochmals vor möglichen Stromengpässen gewarnt, falls der Netzausbau nicht deutlich beschleunigt werde. Der Passauer Neuen Presse gegenüber sagte er, dass es im Winter zu Netzüberlastungen besonders im Süden kommen könne. Das Netz sei nach der Abschaltung von acht Atomkraftwerken bereits jetzt deutlich instabiler geworden, so Kurth. Falls aus irgendeinem Grund im Winter ein weiteres Kraftwerk ausfalle, könne die Situation im Süden kritisch werden. Dies gelte besonders, falls weitere Faktoren wie Windstille, fehlende Sonnenstrahlung und Höchstnachfrage hinzu kämen.
Netze durch Atomausstieg instabiler
Damit nimmt die Bundesnetzagentur den gestrigen Beschluss des Bundestages über den Atomausstieg erneut zum Anlass, vor den Folgen überlasteter Netze zu warnen. Kurth hatte in den vergangenen Wochen bereits mehrfach auf diese Probleme hingewiesen und erklärt, dass in den Nachbarländern gerade im Winter keine Extrakapazitäten an Strom bereitstünden, um die deutsche Versorgung zu sichern. Beim Netzausbau erwartet die Bundesnetzagentur, die Koordinierung für die Planung überregionaler Stromtrassen im Rahmen des Netzausbaus zu übernehmen.
