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Stromanbieter: RWE steigt bei Atomkraftwerk in Holland ein
Stromanbieter: RWE steigt bei Atomkraftwerk in Holland ein05.07.2011, 17:34 Uhr
Nach längerer Vorbereitungszeit scheint der Einstieg von RWE beim niederländischen AKW Borssele nun in trockenen Tüchern zu sein. Eine entsprechende Vereinbarung wurde von den Beteiligten unterzeichnet.Deutscher Stromanbieter könnte auch bei Neubau einsteigenDabei geht es nach Angaben der Stromanbieter RWE und Delta um eine 30-prozentige Beteiligung des deutschen Energiekonzerns an dem niederländischen Atomkraftwerk. Neben der Übereinkunft der beiden Unternehmen haben auch die zuständigen Behörden ihren Segen erteilt. Einer Sprecherin zufolge steht nun nur noch das sogenannte Closing aus also der endgültige Abschluss der Vereinbarung. Für die 30 Prozent wird RWE nach Expertenmeinung etwa 600 Millionen Euro bezahlen müssen. Auch eine weitere Beteiligung an einem geplanten AKW-Neubau Borssele II scheint möglich. Hierüber ist aber noch keine Entscheidung gefallen.
Außergerichtliche Einigung der Stromanbieter
Hintergrund für die Übernahme der 30 Prozent durch RWE ist eine außergerichtliche Einigung mit dem niederländischen Energiekonzern Delta. Als der deutsche Stromanbieter im Jahr 2009 den holländischen Versorger Essent übernommen hatte, wollte er auch gleich mit den 50 Prozent in Borssele I einsteigen, die Essent gehört hatten. Gegen diese Beteiligung der Deutschen hatte Delta geklagt. Nach der nun erzielten Einigung behält RWE also 30 der 50 Prozent von Essent, während Delta die restlichen 20 Prozent übernimmt.
