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Energiewende markiert Ende der Atomkraftwerke in Deutschland
Energiewende markiert Ende der Atomkraftwerke in Deutschland08.07.2011, 16:23 Uhr
Noch vor sechs Monaten hätte eine Vorhersage über die nun verabschiedeten Gesetze nur ein müdes Lächeln der meisten Experten hervorgerufen. Erst im letzten Herbst wurden die Laufzeiten der AKW verlängert. Und doch das Ende der Kernkraft scheint endgültig besiegelt.Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke endgültig vom TischBisweilen gibt es Ereignisse, die von der Politik nicht ignoriert werden können. Auch in der Bevölkerung hat das Atomunglück von Fukushima für ein mehrheitliches Umdenken gesorgt. Fanden vor Jahresfrist noch gut die Hälfte der Bundesbürger die Atomkraftwerke zumindest für eine längere Übergangszeit noch akzeptabel, hat mittlerweile die Forderung nach dem Atomausstieg alle Gesellschaftsschichten erfasst. Die Laufzeitverlängerung ist passé, die Abschaltung kommt was für die großen Stromanbieter vermutlich eine Art Albtraum darstellt. Acht Kernkraftwerke sind bereits vom Netz und werden es aller Voraussicht nach bleiben.
Fahrplan für den Atomausstieg
Zu den bereits abgeschalteten Atomkraftwerken sollen schrittweise alle weiteren folgen. Im Jahr 2015 soll Grafenrheinfeld vom Netz gehen, gefolgt von Gundremmingen B (2017). 2019 wird Philippsburg II abgeschaltet, 2021 folgen Grohnde, Brokdorf und Gundremmingen C. 2022 schließlich werden die letzten drei Atomkraftwerke Isar II, Neckarwestheim II und Emsland den Abschied von der Atomkraft in Deutschland besiegeln. Sowohl Bundestag als auch Bundesrat haben diesen Plänen nunmehr zugestimmt, so dass sie zum vorgesehenen Zeitpunkt Gesetzeskraft erlangen. Der Bundespräsident muss die Gesetze noch durch seine Unterschrift absegnen. Mögliche Klagen der Stromanbieter gegen den Atomausstieg sind bereits angedacht die Bundesregierung versichert allerdings, dass die Gesetze einer juristischen Prüfung standhalten.
