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Stromanbieter RWE erwägt offenbar Einstieg von Gazprom
Stromanbieter RWE erwägt offenbar Einstieg von Gazprom11.07.2011, 17:53 Uhr
Der Atomausstieg ist eine wirtschaftliche Herausforderung für die großen Energiekonzerne. RWE denkt daher offenbar über mehrere Möglichkeiten nach, die dabei helfen könnten, die Folgen der Atomwende für den Stromanbieter zu mindern.Stromanbieter redet mit Gazprom Spekulationen nehmen zuWie der Spiegel am Wochenende berichtete, erwägt der Chef des RWE-Konzerns, Jürgen Großmann, den Stromanbieter mit dem russischen Energiekonzern Gazprom zu verknüpfen. Dabei könnte es sich auch um eine strategische Beteiligung der Russen an RWE selbst oder den diversen Tochterunternehmen handeln, so das Magazin. Dem Bericht zufolge sei für den Stromanbieter sogar denkbar, dass Gazprom als strategischer Investor die Rolle eines sogenannten Ankeraktionärs übernehmen könne. Wie Gazprom bestätigte, gab es bereits Gespräche zwischen Großmann und dem Chef des russischen Unternehmens, Miller. Über Details schwiegen sich jedoch sowohl der Stromanbieter als auch der Gaskonzern aus.
Gazprom interessiert sich für deutsche Stromanbieter
Bei RWE war laut Spiegel nur zu erfahren, dass man mit Gazprom über eine Revision der Gasverträge gesprochen habe. Am Freitag hatte der Stromanbieter außerdem bekanntgegeben, eine Kapitalerhöhung in Erwägung zu ziehen. Damit sollen die Auswirkungen des Atomausstiegs abgefedert werden, der hohe Kosten für den Energiekonzern mit sich bringt. Entschieden ist aber offenbar noch nichts endgültig. Sollte es zu einer großen Kapitalerhöhung oder zu umfangreicheren Firmenverkäufen kommen, werde dies Großmann zufolge zunächst mit dem Aufsichtsrat besprochen. Mit genauen Informationen sei dann im August zu rechnen. Gazprom hatte in den vergangenen Wochen mehrfach Interesse bekundet, nach dem Atomausstieg in Deutschland auch als Stromanbieter tätig zu werden und erwägt entsprechende Beteiligungen an Gaskraftwerken verschiedener Betreiber.
